OVB 09.01.20: Werner Schreiber will für SPD ins Kraiburger Rathaus

Ortsverein

Sie führen die SPD-Liste für die Kommunalwahl an: Werner Schreiber (von links), Elke Ramisch und Adrian Hilge. Meling

Die Kraiburger SPD hat einstimmig Werner Schreiber als Bürgermeisterkandidat nominiert. Neben ihn stehen noch Petra Jackl (CSU) und Anette Lehmann (UWG) für das Bürgermeisteramt zur Wahl. Auch ihre Liste für den Kraiburger Gemeinderat hat die SPD aufgestellt.

Kraiburg – Ortsvorsitzender Adrian Hilge begrüßte die zahlreichen Besucher, unter ihnen SPD-Landratskandidatin Angelika Kölbl. Die stellte sich kurz vor und sprach über ein paar Punkte ihrer Agenda.

Werner Schreiber stellte sich den Mitgliedern vor und auch sein parteipolitisches und vereinsmäßiges Engagement zeigte er auf. Die in den letzten Wochen meist gestellte Frage sei gewesen: „Warum tust du dir das jetzt nach dem Eintritt in die Rente an?“ Seine Antwort fiel eindeutig aus: „Durch meine lange Zeit im Gemeinderat, zum Teil auch als dritter Bürgermeister, habe ich genügend Kenntnisse, was in Kraiburg wie läuft. Zudem habe ich jetzt für diese Arbeit ausreichend Zeit. Ich sehe aber die SPD auch in einer gewissen Tradition und Verantwortung. Ich möchte nicht nur ein Kandidat sein, ich möchte die Wahl gewinnen, ich möchte Bürgermeister werden!“

Ausgehend vom Grundgesetz und der Bayerischen Verfassung stellte Schreiber grundsätzliche Überlegungen in seinem Wahlprogramm dar, die er konkretisierte. „Unser Fassadenprogramm ist eine gute Sache. Wer die Schauseite seines Hauses im Zentrum professionell herrichtet, erhält einen Zuschuss.“ Dann aber fragte er: „Warum belohnen wir Landwirte und Gartenbesitzer nicht in ähnlicher Weise, wenn sie etwas Besonderes für die Landschaftspflege, für den Umwelt- und Klimaschutz leisten? Mit Blühfeldern, mit Biotopen wie der Bepflanzung von Böschungen, von Wald- und Wegrändern fördern wir die Biodiversität, steigern die Lebensqualität und nutzen letzten Endes uns selbst und damit dem Wohl der Allgemeinheit.“

Klimawandel auch in der Kommunalpolitik Kernthema

Als Kernthema unserer Zeit nannte Schreiber den Klimawandel, auch in der Kommunalpolitik. Mit den Bürgern wolle er als Bürgermeister ein Klimaschutzkonzept entwickeln, das als „Energiewende 2030 Zug um Zug umgesetzt“ werden soll. Für ihn bedeute das im Einzelnen: „Energetische Sanierung aller kommunalen Gebäude, Energienutzung als Belang im Bauleitverfahren, Strom aus erneuerbaren Energien wie Solar und Wind, Stromspeichermöglichkeiten nutzen, PV-Anlagen für Eigenverbrauch nutzen, Öffentlichkeitsarbeit zum Verbraucherverhalten intensivieren und eine modernere, effiziente Wärmeversorgung.“

Das Naturbad nannte Schreiber einen Beitrag in einem qualitätsvollen Umfeld. „Ich bin sehr froh darüber, dass ein gutes Ende in Sicht ist, denn Schwimmbäder sind kein Luxusgut.“ Die Wiederbelebung des Ortskerns sei ihm wichtig. „Ich scheue mich nicht, die Junge Union für die Durchführung der Sommernacht zu loben, oder die Liedertafel für das Gasserl-Singen. Aber was ist mit einem Kunst- und Handwerkermarkt, mit einem Flohmarkt, einem Mittelalterfest, einem Kleinkunstfestival mit Künstlern aus der Region?“ Er lege „besonderen Wert auf eine Einbindung und aktive Mitgestaltung der Bürger, das bedeutet, ihre Ideen und Anregungen aufzugreifen, aber auch ihre Bedenken.“

Schließlich brach Schreiber eine Lanze für die Vereine. „Sie bilden das Rückgrat des bürgerlichen Engagements der Gemeinde, hier kann jeder einen Platz in der Gesellschaft finden und seine Fähigkeiten einbringen. Mit mir als Bürgermeister werden die Vereine finanziell großzügig von der Kommune unterstützt.“