OVB 10.05.16: Volksfest ist nur noch Bierfest

Ortsverein

JAHRESVERSAMMLUNG DES SPD-ORTSVEREINS
Kraiburg – Der SPD-Ortsverein hat wieder ein Jahr mit zahlreichen Aktivitäten hinter sich. Zur Arbeit des Gemeinderats sagte Schreiber: „Der Bauausschuss sollte mehr Ortsbegehungen machen, bevor er Entscheidungen oder Empfehlungen angeht.“.

Dies wurde auf der Jahresversammlung deutlich. Ortsvorsitzender Werner Schreiber hob in seinem Rechenschaftsbericht ein paar Ereignisse besonders heraus: Der Besuch von MdB Ewald Schurer im Mai in Kraiburg, wo durch das Wanglbachtal eine Gashochdruckleitung gebaut werden soll, der Besuch der Regenwaldausstellung in Rosenheim im Rahmen des Ferienprogramms, der politische Frühschoppen zum Thema Asylpolitik sowie die erste Ausgabe der „Wildbach-Nachrichten“, die in der Bevölkerung viel Zustimmung gefunden habe und in unregelmäßigen Abständen weitergeführt werden soll.

Jugendreferent Adrian Hilge musste mitteilen, dass das Jugendzentrum zurzeit nicht in Betrieb ist, da sich keine Personen für die Aufsicht zur Verfügung stellen. Sicher weiter durchgeführt wird das Ferienprogramm, es gibt allerdings noch immer offene rechtliche Fragen.

Elisabeth Hilge berichtete in ihrem Kassenbericht bei Einnahmen von rund 920 Euro von deutlich höheren Ausgaben, die allerdings zum großen Teil auf verspätete Buchungen zurückzuführen sind. Das Gesamtvermögen der Partei beträgt rund 1620 Euro.

In der Diskussion standen zwei Themen im Mittelpunkt. Zum einen das sogenannte Volksfest, „das kein Volksfest mehr ist und deshalb in Bierfest oder Zeltfest der Gemeinde oder des Festwirtes umbenannt werden soll“, wie es ein Teilnehmer formulierte. Zum anderen das Thema „Sanierung oder Neubau des Freibades oder eines Naturbades“. Hier kritisierten Diskussionsteilnehmer: „Es fehlt der sichtbare Wille, die Sache wirklich vorwärtszubringen.“ So müsse es doch in einem gewissen Zeitrahmen möglich sein, so ein weiterer Diskussionsteilnehmer, die juristischen Vorgaben bezüglich der Problematik zum Lärmschutz bei einem wie auch immer weitergeführten Bad abzuklären.

Ortsvorsitzender Werner Schreiber ging noch auf „das Schwerpunktthema“ der SPD in der nächsten Zeit ein: soziale Gerechtigkeit. Dabei nannte Schreiber als die zwei Säulen bezahlbares Wohnen und ausreichende Rente. „Wer 45 Jahre Vollzeit gearbeitet hat, muss mehr Rente als ein Sozialhilfeempfänger erhalten. Da müssen wir uns als SPD neue Wege überlegen, denn die Rente ist ein riesiges Thema.“
ng